Vom 4. bis 5. Mai besuchte Father Hillary von Caritas Uganda Deutschland, um gemeinsam mit dem ILD die Zusammenarbeit mit zentralen Partnern weiter zu vertiefen. Als Koordinator aller ILD-Projekte in Uganda ist er eine Schlüsselperson für die Umsetzung vor Ort. Begleitet wurde er von Herrn Schuten, Projektreferent des ILD.
Ein zentraler Termin führte die Delegation am 4. Mai zu Frau Bärbel Höhn, ehemalige Bundestagsabgeordnete, ehemalige Energiebeauftragte des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Afrika und aktuell Vorsitzende des Vereins Faire Welt e.V. Frau Höhn hatte erst kürzlich im Rahmen einer Exposure-Dialogreise Uganda bereist und sich vor Ort intensiv mit dem neuen Klimaprojekt des ILD auseinandergesetzt. Während eines einwöchigen Aufenthalts bei einer ugandischen Gastfamilie konnte sie praktische Einblicke in die Projektarbeit gewinnen und sich direkt mit den beteiligten Menschen austauschen. Die Eindrücke vor Ort haben Frau Höhn nachhaltig überzeugt: Sie plant, das Projekt künftig über den Verein Faire Welt e.V. finanziell zu unterstützen. Im Gespräch mit Father Hillary und Herrn Schuten standen daher konkrete Fragen zur Ausgestaltung dieser Ko-Finanzierung im Mittelpunkt, insbesondere, welche Maßnahmen vor Ort, etwa im Bereich nachhaltiger Bewässerung, gezielt gestärkt werden sollen.
Im Anschluss reiste Father Hillary weiter nach Münster, wo Gespräche mit weiteren strategischen Partnern stattfanden. Beim Landwirtschaftlichen Versicherungsverein Münster (LVM) ging es um das ILD-Projekt PROSSFA, das den Austausch zwischen landwirtschaftlichen Betrieben in Ghana, Uganda und Deutschland fördert. Im Fokus stand eine neue Projektidee zur Weiterentwicklung der Kooperation. Besonders großes Interesse bestand an der Förderung einer angepassten Mechanisierung für ugandische Kleinbäuerinnen und -bauern. Diskutiert wurde unter anderem der Aufbau einer Maschinenring-ähnlichen Struktur, die eng an bestehende Akademien für ländliche Bildung angebunden werden soll.
Ein weiterer wichtiger Termin fand mit einem Vertreter der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Münster statt. Hier stand das durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) geförderte Kaffeeprojekt in Uganda im Mittelpunkt. Gemeinsam mit deutschen und ugandischen Partnern arbeitet der ILD daran, eine nachhaltige Lieferkette (Direktvermarktung) für ugandischen Kaffee aufzubauen, die den EU-Vorgaben für entwaldungsfreie Produktion entspricht. In diesem Zusammenhang wurde über die nächsten Schritte zur Vermarktung gesprochen: Über die KLB Münster konnte eine Kooperation mit der Rösterei Lenis angestoßen werden, die den Kaffee künftig rösten und vermarkten soll. Erste Testläufe verliefen bereits erfolgreich. Aktuell werden die vertraglichen Grundlagen für den Markteintritt vorbereitet.
Der Besuch von Father Hillary hat wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der ILD-Projekte in Uganda gesetzt. Insbesondere in den Bereichen Klimaanpassung, landwirtschaftliche Innovation und nachhaltige Wertschöpfung konnten konkrete Fortschritte erzielt und neue Partnerschaften gestärkt werden.
„In dem IKI-Projekt wird die Wertschöpfungskette bis zu Ende, zum Abnehmer, durchdacht.“ (Father Hillary, geäußert im Rahmen der Besuchs, wo er hervorhebt, dass die ländliche Entwicklung „von unten nach oben“ – also direkt initiiert durch die Kleinbauern – den größten Erfolg bringt).



