Uganda/Kenia IKU

Projekt IKU

15.11.2021 – 30.04.2025

Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit sechs kenianischen NROs durchgeführt. Caritas Kasanaensis, Caritas Kampala und Wekembe Micro Credit Scheme (WMCS) sind gemeinnützige Einrichtungen der Katholischen Kirche in der Diözese Kasana-Luweero und der Erzdiözese Kampala zur Förderung einer integrierten und nachhaltigen Entwicklung in Zentraluganda. Sie werden partnerschaftlich ergänzt durch die ugandischen NROs Sheema Integrated Community Development Organisation (SICDO) und Apoolo Na Angor (ANA) sowie von einem Partnter in Kenia, der Sustainable Agriculture Community Development Project (SACDEP). Seit mehr als 15 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem deutschen und den lokalen Projektträgern aus Uganda und Kenia.

Gemeinsam geht es den Projektpartnern vor allem darum, Selbsthilfekräfte in der ländlichen Bevölkerung zu mobilisieren und sie bei der Gestaltung ihres Lebensumfeldes zukunftsfähig zu unterstützen. Dazu arbeiten sie partizipativ und stoßen die notwendigen Veränderungsprozesse bei den Menschen, in der Familie und in der Gesellschaft an. Entsprechend dem lokalen Kontext bedeutet dies, sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von armen, kleinbäuerlichen Familien einzusetzen. Sie arbeiten innovativ daran, Kleinbauernfamilien Wege aus der reinen Subsistenzwirtschaft in das Wirtschaftsleben der Region zu ermöglichen (z.B. durch Spar- und Fondssysteme und die Organisation von regionalen Absatzmärkten). Dies ist eingebettet in einen gezielten klimaresilienten und genderbasierten Entwicklungsansatz. Dabei tragen sie durch wissenschaftliche Vernetzung, praktische Partnerschaften und konkrete Unterstützungsleistungen, wie Schulungen, Finanzierungen, zur nachhaltigen Entwicklung ressourcenarmer Gemeinden in Ostafrika bei.

Die Durchführung des Vorhabens soll in 20 Distrikten in Uganda und Kenia erfolgen, und zwar in der ugandischen Zentralregion in den Distrikten Kampala, Wakiso, Buikwe, Butambala, Kayunga, Luweero, Mpigi, Mukono, Nakaseke und Nakasongola; in der ugandischen Westregion in den Distrikten Isingiro, Kiruhura, Mitooma, Buhweju und Sheema; in der ugandischen Ostregion in den Bezirken Kumi und Bukedea` und in der Küstenregion Kenias in den Bezirken Lamu, Tana River und Kilifi.

Die direkte Zielgruppe des Projekts sind 14.500 dörfliche und bäuerliche Haushalte in 120 Dörfern (Uganda: 12.000 Haushalte in 96 Dörfern; Kenia: 2.500 Haushalte in 24 Dörfern). Insgesamt profitieren davon rund 66.700 Menschen in 20 Distrikten in West-, Zentral- und Ostuganda sowie in der Küstenregion Ostkenias. Die Zielgruppe gehört überwiegend zur armen Landbevölkerung; vertreten sind alle relevanten religiösen und ethnischen Gruppen. Es gibt sowohl von Männern als auch von Frauen geführte Haushalte, wobei junge Erwachsene den größten Anteil ausmachen.

Als direkte institutionelle Zielgruppen sind vorgesehen:

  • die Gründung von 120 Dorfentwicklungsgruppen und 20 Genossenschaften,
  • 56 lokale Behörden mit Zuständigkeit für Umwelt und/oder Klimawandel aus 56 Bezirken (Uganda: 51, Kenia: 5) bzw. 20 Distriktverwaltungen (Uganda: 17, Kenia: 3), die aktiv in das Projekt eingebunden werden,
  • 6 lokale Partnerorganisationen, die kontinuierliche technische Unterstützung sowie Schulungen und arbeitsplatznahes Coaching erhalten.

Darüber hinaus profitieren 56 weitere Beraterinnen und Berater sowie Multiplikatoren aus angrenzenden Gemeinden als indirekte Zielgruppe von Capacity-Building-Maßnahmen und begleitenden Schulungen.

Projektziele von IKU

Die Reduzierung der Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre wird durch die Einführung und Umsetzung von Praktiken zur Klimaanpassung und -minderung durch die Zielgemeinden (14.500 Haushalte) in 20 Distrikten erreicht.

Klimasmarte Landwirtschaftspraktiken werden von den 14.500 Haushalten in den betroffenen Dörfern angewendet.

Der Zugang der 14.500 Haushalte in den 120 Dörfern zu nachhaltigen Energiequellen zur Klimaanpassung und -abschwächung wird verbessert.

Die Abfallbewirtschaftung und -entsorgung wird von 14.500 Haushalten in den 120 Dörfern übernommen.

Die Fähigkeit von 120 Dörfern, Lobbyarbeit zu leisten und sich für die Anpassung an den Klimawandel und dessen Abschwächung einzusetzen, wird durch die Einführung des Konzepts der klimagerechten Dorfentwicklung verbessert.

Der ILD arbeitet eng mit deutschen Partnerorganisationen zusammen, die entweder Mitglieder des Vereins sind oder in anderer Weise mit dem ILD verbunden sind. Diese Partner tragen dazu bei, die von Bengo vorgesehenen Ko-Finanzierungen (25 %) zu ergänzen. Zwischen den deutschen Partnern und den lokalen Organisationen bestehen meist langjährige Kooperationen, die durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Projekte gefestigt wurden. Häufig engagieren sich die deutschen Partner auch über die ILD-Projekte hinaus in den Partnerländern.

Dieses Projekt in Uganda und Kenia wird von BeLu Ugandahilfe e.V., dem Rotary Club Hümmling und dem Faire Welt e.V. mit Spendenmitteln unterstützt.

Blog aus dem Projekt

ILD
Internationaler Ländlicher Entwicklungsdienst
Drachenfelsstraße 23
53604 Bad Honnef
Germany