ASSB

Projekt mit ASSB in Bangladesch

01.12.2021 – 30.04.2026

Seit dem 01.12.2021 setzt der ILD gemeinsam mit dem lokalen Partner ALOHA Social Services Bangladesh (ASSB) ein BMZ-gefördertes Vorhaben in Bangladesch um. ASSB wurde 1998 gegründet, beschäftigt heute 180 Mitarbeitende und hat seinen Hauptsitz in Dhaka. Die Kooperation mit dem ILD besteht seit 2001; seither wurden bereits fünf gemeinsame BMZ-Projekte erfolgreich realisiert.

Das aktuelle Projekt wird in 106 Dörfern der Distrikte Dinajpur und Naogaon umgesetzt, Regionen, die laut offiziellen Erhebungen zu den am stärksten von Armut betroffenen Gebieten des Landes zählen.

Auf dieser Grundlage konzentriert sich das Projekt auf drei zentrale Komponenten:

  • Familienentwicklungsansatz
  • Aufbau von Frauen- und Bauernverbänden
  • Unterstützung einer Gruppierung queerer Menschen

Insgesamt richtet sich das Vorhaben an rund 2.000 Begünstigte bzw. Haushalte aus armen und neu verarmten Bevölkerungsgruppen, die besonders unter den Folgen der Pandemie leiden. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

  • Haushalte im Familienentwicklungsansatz
  • 970 Begünstigte in Bauern- und Frauenverbänden
  • 30 Begünstigte aus der queeren Community mit besonderem Fokus auf homosexuelle Männer und Transfrauen

Der Begriff „Personeneinheiten“ bezieht sich nicht auf Einzelpersonen, sondern auf Familienverbände. Geht man im Durchschnitt von sechs Personen pro Haushalt aus, profitieren insgesamt rund 12.000 Menschen von den Maßnahmen des Projekts.

Projektziele von ASSB

Die 2.000 am Projekt teilnehmenden Begünstigte aus den Distrikten Dinajpur und Naogaon (106 Dörfer) führen ein selbst bestimmtes Leben außerhalb der extremen Armut, haben sich finanziell erholen können und sind in der Lage eigene Ressource zu erkennen, diese zu nutzen und somit ihre sozio-ökonomische Situation nachhaltig zu verbessern.

Weiter Einkommensquellen konnten von den Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern erschlossen werden und somit werden Versorgungslücken und Verschuldungen vermieden. Die Möglichkeiten auf Ausbildungen wurden geschaffen und die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden mit Investitionsbeihilfen ausgestattet.

Gesundheitliche Vorsorge, medizinische Produkte, Menstruationsprodukte und Medikamente werden zugänglich gemacht und das Bewusstsein für Hygienemaßnahmen geschärft.

Obst, Gemüse und Getreide wird durch die zielführende Anlegung von Feldern, die Nutzung von qualitativhochwertigem Saatgut und landwirtschaftlichen Schulungen effektiv angebaut und gewinnbringend in den Dörfern verkauft.

30 queere Menschen (homosexuelle Männer und Transfrauen) werden öffentliche und private Dienste und Mittel erhalten, zu denen sie bisher keinen Zugang hatten. Um wirtschaftliche Investitionen zu tätigen und so finanziell unabhängig zu sein.

Der ILD arbeitet eng mit deutschen Partnerorganisationen zusammen, die entweder Mitglieder des Vereins sind oder in anderer Weise mit dem ILD verbunden sind. Diese Partner tragen dazu bei, die von Bengo vorgesehenen Ko-Finanzierungen (25 %) zu ergänzen. Zwischen den deutschen Partnern und den lokalen Organisationen bestehen meist langjährige Kooperationen, die durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Projekte gefestigt wurden. Häufig engagieren sich die deutschen Partner auch über die ILD-Projekte hinaus in den Partnerländern.

Im Projekt mit ASSB ist der Shanti-Bangladesh e.V. mit Sitz in Deutschland aktiv und unterstützt das Vorhaben mit Spendenmitteln.

Blog aus dem Projekt

ILD
Internationaler Ländlicher Entwicklungsdienst
Drachenfelsstraße 23
53604 Bad Honnef
Germany