Situation vor Ort
Der Senegal liegt an der Westküste Afrikas, erstreckt sich über rund 197.000 km² und zählt mehrere Millionen Einwohner. Etwa 40–60 % der Bevölkerung leben in ländlichen Regionen, wo Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei die Lebensgrundlage bilden.
Obwohl das Land wirtschaftlich wächst und Städte wie die Hauptstadt eine gewisse dynamische Entwicklung erleben, bleiben viele Regionen durch strukturelle Ungleichheiten geprägt. Besonders für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bleibt der Zugang zu Einkommenschancen, Infrastruktur, Bildung und Finanzdienstleistungen eine große Herausforderung.
Wirtschaftliche Lage und Einkommen
- Viele Bauernhöfe sind klein und arbeiten meist im Regenfeld‑Anbau (nicht oder kaum bewässert). Das macht sie sehr abhängig von Wetterbedingungen, Dürre oder unregelmäßiger Regen treffen sie besonders hart.
- Entsprechend bleibt die Produktivität oft gering. Für viele Familien reicht das Einkommen kaum aus, um stabile Lebensverhältnisse zu sichern. Laut Statistiken liegt die Armutsquote unter ländlichen Haushalten hoch.
- Kleinbäuerinnen und -bauern haben meist nur sehr begrenzten Landbesitz und wenig Zugang zu Krediten oder Investitionen, was Modernisierung, Investitionen in Betriebe oder landwirtschaftliche Technik erschwert.
Zahlen und Fakten
| Fläche | 196.722 km² |
| Einwohnerzahl | 17,8 Mio. |
| Bevölkerungs-dichte | 90 Einw./km² |
| BIP | 33 Mrd. USD |
| BIP/Einw. | 1.759 USD |
| HDI | 0,53 (169. Platz) |
Der Senegal ist zunehmend von den Folgen des Klimawandels und der Umweltdegradation betroffen, was besonders die Landwirtschaft und die Lebensgrundlagen der Kleinbäuerinnen und -bauern gefährdet. Viele Bäuerinnen und Bauern bauen Getreide und andere Grundnahrungsmittel an, vorwiegend für den Eigenbedarf oder den lokalen Markt. Die Beteiligung an Wertschöpfungsketten oder Exportmöglichkeiten bleibt jedoch stark eingeschränkt.
Ernteerträge sind aufgrund klimatischer Unsicherheiten, Bodenerschöpfung und fehlender Bewässerung oft instabil. Dürreperioden und unregelmäßige Niederschläge wirken sich direkt auf die Produktion aus und erschweren eine verlässliche Ernährungssicherung. Diese Faktoren machen die Landwirtschaft im Senegal besonders anfällig und stellen eine zentrale Herausforderung für die Entwicklung und das Einkommen kleiner ländlicher Haushalte dar.
Unser Projekt im Senegal
Kooperative kleinbäuerliche Honig- und Gemüseerzeugung.