Projekt mit Tarango in Bangladesch
01.10.2024 – 31.01.2028
Vom 01.10.2024 bis zum 31.03.2028 führt der ILD gemeinsam mit der bengalischen Nichtregierungsorganisation TARANGO ein Vorhaben in den Bezirken Agailjhara Upazila in Barisal und Kotalipara Upazila in Gopalgonj im südlichen Teil Bangladeschs durch. Die Zusammenarbeit ist neu, beide Organisationen kannten sich jedoch vorher durch die Präsenz des ILD in Bangladesch mit anderen NGOs. Tarango verfügt über 137 Mitarbeitende und ist seit über 30 Jahren in sozialen, finanziellen, erzieherischen und humanitären Bereichen für benachteiligte Menschen in Bangladesch tätig.
Das Projekt verfolgt zwei Kernziele:
1) die Anpassung der lokalen Bevölkerung an den Klimawandel und
2) die nachhaltige Verbesserung der Lebensgrundlagen von 1.000 ländlichen Familien.
Diese Familien entwickeln gemeinsam Familienpläne, werden je nach Bedarf den Bereichen sichere Landwirtschaft (400), Viehzucht (200), Fischerei (400) und Agrobusiness zugeordnet und erhalten Solidaritätsfonds für Erstinvestitionen in Kleinstunternehmungen. Sie werden darüber hinaus gezielt zu den genannten Bereichen geschult.
Um eine nachhaltige Zukunft zu fördern, werden gezielt junge Menschen einbezogen. Insgesamt 150 Mädchen werden in fünf Mädchenclubs zu Führungs-, Gleichstellungs- und Umweltthemen geschult. Zusätzlich entstehen neun Umweltclubs an Schulen und Colleges mit rund 200 Jugendlichen. Gemeinsam gestalten sie Umweltaktionen, u. a. den jährlichen Umwelttag mit über 3.240 Teilnehmenden. Insgesamt profitieren 1.350 Menschen direkt vom Projekt (1.000 durch den Familienentwicklungsansatz, 350 durch die Clubs) sowie rund 8.000 weitere indirekt über ihre Familien und Schulen.
Projektziele von Tarango
Die Projektfamilien haben sich eine Existenzgrundlage außerhalb der extremen Armutsgrenze aufbauen können, sind in der Lage die eigenen vorhandenen Ressourcen zu erkennen und diese so nutzen, dass Einkommen generiert werden kann.
Schülerinnen und Schüler sind in der Lage die Auswirkungen des Klimawandels auf ihr direktes Umfeld zu erkennen und zu beurteilen und wissen um Maßnahmen und Vorgehen, um Umweltschäden zu reduzieren und zu vermeiden.
1.000 Projektfamilien sind in ihren landwirtschaftlichen Aktivitäten gestärkt und sind in der Lage Versorgungslücken und finanzielle Verschuldungen zu vermeiden.
1.000 begünstigte Personen sind befähigt ökologischen Landbau, Viehzucht und Agrarwirtschaft mit modernen Methoden öfter im Jahr zu praktizieren und gewinnbringend Erzeugnisse zu erwirtschaften.
350 Schülerinnen und Schüler sind in der Lage ihre Meinung bezüglich der Themen Soziales, Geschlechtergerechtigkeit, Umwelt, Klimawandel und das Erlangen von Führungsqualitäten zu bilden und sind sich ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst.
In dem neu renovierten Projekträumlichkeiten in der Projektregion werden Beratungen, Workshops und Versammlungen von und für die Projektzielgruppe angeboten und durchgeführt.
Der ILD arbeitet eng mit deutschen Partnerorganisationen zusammen, die entweder Mitglieder des Vereins sind oder in anderer Weise mit dem ILD verbunden sind. Diese Partner tragen dazu bei, die von Bengo vorgesehenen Ko-Finanzierungen (25 %) zu ergänzen. Zwischen den deutschen Partnern und den lokalen Organisationen bestehen meist langjährige Kooperationen, die durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Projekte gefestigt wurden. Häufig engagieren sich die deutschen Partner auch über die ILD-Projekte hinaus in den Partnerländern.
Für das Projekt mit Tarango gibt es keinen deutschen Partner. Die lokale Organisation bringt selbst die vollständigen 25 % der erforderlichen Ko-Finanzierung ein.
Mehr zur Organisation: