Projekt mit DIPSHIKHA in Bangladesch
01.05.2022 – 31.12.2026
DIPSHIKHA versteht sich als Lernorganisation mit einem klaren Fokus auf den Menschen. Die Organisation wurde 1978 von Sozialarbeiterinnen und -arbeitern, Lehrerinnen und Lehrern und Jugendlichen gegründet und ist heute mit 122 Mitarbeitenden in neun Landkreisen über drei Bezirke hinweg aktiv. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen Gruppen- und Verbandsarbeit, die Förderung von Kleinunternehmen, Frauenförderung, Gesundheit, angepasste und ökologische Landwirtschaft, Umweltschutz, Trainings, Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkarbeit.
Die Zusammenarbeit zwischen dem ILD und DIPSHIKHA hat eine lange Tradition: Seit 1995 wurden bereits drei BMZ-geförderte Projekte erfolgreich umgesetzt.
Mit dem laufenden Vorhaben sollen insgesamt 7.038 Familien direkt in 346 Dörfern erreicht werden, aufgeteilt auf drei Projektkomponenten.
- Basis-Familienentwicklung:
Die Familien werden als ganzheitliche Einheit (Frau, Mann, Kinder) betrachtet und bei der Umsetzung ihres selbst erarbeiteten 5-Jahresplans begleitet.
- Aufbau von Frauen- und Bauernverbänden sowie zwei Foren:
Familien, die bereits eine Basisentwicklung im Rahmen eines Vorgängerprojekts durchlaufen haben organisieren sich nun in Frauen- und Bauernverbänden und setzen parallel ihre bestehenden 5-Jahrespläne bzw. Folgepläne fort. - Festigung bestehender Verbände und Zusammenschluss zu sechs Foren:
Mitglieder aus bereits bestehenden 85 Verbänden, werden weitergebildet, damit sie sich professioneller aufstellen können, somit ihr Mitspracherecht steigern und sich aktiv gegen Unrecht sowie entwicklungshemmende Strukturen und Traditionen einsetzen können.
Durch gemeinsame Veranstaltungen mit anderen Organisationen und Behörden, Informationsmaterialien, Öffentlichkeitsarbeit sowie den regelmäßigen Dialog mit lokalen Entscheidungsträgern wird erwartet, dass rund 20.000 Menschen indirekt erreicht werden.
Projektziele von DIPSHIKHA
1.700 Projektfamilien (1.000 in Pirganj, 500 in Tanore und 200 in Birol und Kaharol) sind in ihren landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Kapazitäten gestärkt, und vermeiden damit Versorgungslücken und Verschuldungen.
Die allgemeine Lebenssituation der teilnehmenden Projektfamilien hat sich verbessert, d.h. sie sind mit Hygieneregeln, gesundheitlicher Vorsorge und Gesundheitsregelungen zur Eindämmung von Krankheiten und bezüglich SRGR vertraut. Die allgemeine Lebenssituation der Menschen mit Behinderungen und die Überlebenschancen der Kinder im Alter zwischen 0 und 5 Jahren haben sich verbessert. Der Grad der Mitsprache von Frauen ist erhöht.
Zusammenschlüsse von Bauern in Godagari tragen sich selber und sind wichtige Akteure zur Sicherung eines harmonischen Zusammenlebens und ihrer Rechte (wie Reduzierung ihrer Abhängigkeiten in vielerlei Hinsicht), sowie der Lobbyarbeit für ökologischen Landbau.
Zusammenschlüsse von Frauen in Tanore und Godagari tragen sich selber und sind wichtige Akteure zur Sicherung eines harmonischen Zusammenlebens und ihrer Rechte.
Sechs Foren in Rudrapur, Ghoraghat und Nimgachi tragen zu einem harmonischen Zusammenleben und in ihrer Gegend bei und machen darauf aufmerksam, dass die Rechte ihrer Mitglieder einzuhalten sind. Sie tragen zur Lobbyarbeit für organische Landwirtschaft bei.
Der ILD arbeitet eng mit deutschen Partnerorganisationen zusammen, die entweder Mitglieder des Vereins sind oder in anderer Weise mit dem ILD verbunden sind. Diese Partner tragen dazu bei, die von Bengo vorgesehenen Ko-Finanzierungen (25 %) zu ergänzen. Zwischen den deutschen Partnern und den lokalen Organisationen bestehen meist langjährige Kooperationen, die durch gegenseitige Besuche und gemeinsame Projekte gefestigt wurden. Häufig engagieren sich die deutschen Partner auch über die ILD-Projekte hinaus in den Partnerländern.
Im Projekt mit DIPSHIKHA ist der Shanti-Bangladesh e.V. mit Sitz in Deutschland aktiv und unterstützt das Vorhaben mit Spendenmitteln.