Senegal

Ziel des  Projektes ist es, die ökonomische Situation von anfänglich mindestens 65 Frauengruppen und Familien (462 Personen) zu verbessern, die, mehrheitlich der Volksgruppe der Diola angehörend, im Departement Oussouye in dörflichen Gemeinschaften unter einfachen Bedingungen meist von einer kleinbäuerlich strukturierten und Subsistenz orientierten Landbewirtschaftung leben. Das Vorhaben versteht sich als Folgeprojekt eines in den Vorjahren durchgeführten Vorhabens mit gleiche Zielsetzung, Seit 1991 fördert die ASDI schwerpunktmäßig Frauengruppen bewirtschaftete Gemeinschaftsgärten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen in die konzeptionelle Entwicklung des „KASSA- Projektes“ ein.

Im Zentrum des Projektes steht die Förderung verschiedenster Familien- oder Gruppen-Kleinunternehmen in den regionstypischen Wirtschaftsbereichen Landwirtschaft, bzw. Obst- und Gemüseanbau, Kleintierhaltung, Binnen- und Meeresfischfang, Klein- und Kunsthandwerk, Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Kleinhandel gefördert werden. Die dafür erforderlichen Mittel werden auf Kreditbasis vergeben. Grundlage dafür bildet eine in jedem Einzelfall zu prüfende, bereits vorhandene „Grundausstattung“ und gewisse Erfahrungen in dem jeweiligen Metier.

Das Angebot soll sich vor allem an diejenigen wenden, denen Zugänge zu finanziellen Ressourcen verwehrt bleiben und die deshalb ihre unternehmerischen Ideen nur sehr eingeschränkt umsetzen können. Sie sollen die Chance erhalten, sich zu erfolgreichen Kleinunternehmern zu entwickeln, was ihnen ermöglichen soll, ausreichende Grundlagen für den eigenen Lebensunterhalt erwirtschaften und Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen zu können.

Das Vorhaben will aber auch insgesamt einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des sozialen und wirtschaftlichen, politisch zeitweilig fragilen Umfeldes leisten, mit lebenswerten Bleibeperspektiven vor allem für junge Leute in der Region. Dazu soll die Produktivität einzelner Wirtschaftsbereiche erhöht und die Qualität lokaler Erzeugnisse hinsichtlich ihrer Vermarktbarkeit weiter verbessert werden.

Um eine erfolgreiche Projektdurchführung zu gewährleisten, wird ein erfahrenes Projektteam die Zielgruppe mit Information, Weiterbildung und spezifischer fachlicher Beratung begleiten. Um den Koordinations-, Schulungs- und Beratungsbedarf möglichst wirkungsvoll decken zu können, soll zentral in Oussouye ein Service- und Schulungszentrum gebaut werden. Einen Teil der Kosten dafür übernimmt die ASDI selber. Dazu ist vereinbart, den 2006 für ihre Arbeit erhaltenen „Artusi- Preis“ zu verwenden.

Das Projektkonzept orientiert sich an den lokalen Spielregeln und der traditionellen Organisation des Zusammenlebens in den Diola- Dörfern. Es nimmt damit für sich in Anspruch, mit seinem spezifischen Ansatz ausgesprochen angepasst zu sein. Die in Familien und Gruppen sozialisierten Frauen, Männer und Jugendlichen erkennen gemeinsam gefasste Beschlüsse an und verhalten sich innerhalb der Gruppe solidarisch. Sie sind gewohnt, unter einem Oberhaupt, bzw. einer Gruppenpräsidentin für gemeinsame Ziele zu arbeiten. Die Familienoberhäupter und Gruppenpräsidentinnen vertreten die Familienverbünde, bzw. Gruppen gegenüber dem lokalen Projektträger und sorgen intern für Interessensausgleich, auch zwischen Männern und Frauen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar