Bangladesh

Projektbezeichnung: Integrierte ländliche Entwicklung Shapahar (Integrated Rural Developement Shapahar

Zielgruppe:

Bei der Zielgruppe des vorliegenden Projektes handelt es sich zunächst um 1.500, in 65 Gruppen organisierte, weitgehend mittellose Frauen mit ihren Familien, die aus 25 Dörfern stammen. Insgesamt ist damit von 7.500 Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen auszugehen, denen das Projekt zugute kommen soll. Dieser Personenkreis, der überwiegend aus Moslems, aber auch aus Hindus und Ureinwohnern (Tribals) besteht, ist von den in der Projektregion herrschenden Umständen (starker Krankheitsdruck – vor allem unter Kindern, Magel- und Fehlernährung, Kapitalmangel, Analphabetismus, einseitiger Reisanbau etc.) besonders betroffen. Die Situation ist mit der in anderen Projektgebieten, in denen die ASSB aktiv geworden ist, vergleichbar. Die Zielbevölkerung ist nahezu ausschließlich von der noch weitgehend traditionell betriebenen Landwirtschaft abhängig. Die Mehrzahl der Frauen leidet unter Unterdrückung, Willkür und Rechtlosigkeit, ein System, das durch weit verbreiteten Aberglauben in religiösen und rechtlichen Fragen genährt wird.

Die betroffenen Frauen, von denen die meisten weder Lesen noch Schreiben können, sind kaum in der Lage, ihre unwürdigen Lebensbedingungen aus eigener Kraft zu verbessern. So sind Kenntnisse darüber, wie lokal zur Verfügung stehende Ressourcen besser gewinnbringend genutzt werden können, kaum vorhanden. Um überleben zu können, ist ein großer Teil der Zielgruppe auf schlecht bezahlte Saisonarbeiten angewiesen und damit ausnutz- und erpressbar.

Kurzbeschreibung – Zielsetzung und geplante Maßnahmen

Ziel des Projektes ist es, die Lebenssituation und -perspektiven, vor allem aber die rechtliche Stellung der Zielgruppe nachhaltig zu verbessern. Die vorgesehenen Maßnahmen sollen dazu beitragen, daß sich die Einkommenssituation bei der Zielbevölkerung verbessert, der Krankheitsdruck schwächer und die hygienischen Bedingungen besser werden, die landwirtschaftliche Produktion weniger einseitig und anfällig ist (Diversifizierung) sowie, daß die Frauen in ihrem Umfeld eine stärkere Position und höhere gesellschaftliche Anerkennung erhalten.

Um dies zu erreichen, konzentrieren sich die vorgesehenen Maßnahmen auf folgende Kernbereiche:

  1. Begleitung der Frauengruppen in Alltagsfragen, bei der Eigenkapitalbildung und bei Investitionen durch das Projektpersonal
  2. Umfassende Bewusstseinsbildung in wichtigen sozialen, rechtlichen und gesundheitlichen Fragen, sowie Training zur Erlangung von Fertigkeiten zur Einkommenerwirtschaftung
  3. Einkommen schaffende Maßnahmen und Tätigkeiten zur Verbesserung der Nahrungsmittelerzeugung (Aufbau eines Spar- und Kreditwesens, das die Vergabe von 890 revolvierenden Krediten während der Projektlaufzeit ermöglicht, Bereitstellung landwirtschaftlicher Produktionsmittel auf Kreditbasis, Gründunf von Kleinstunternehmen, Anlage von Demonstrationsfeldern, Baumpflanzungen, Ressourcen schonenede Bewässerungstechniken)
  4. Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitssituation: Bau von 25 Brunnen und Installation von 500 Latrinen, Begleitung im Bereich Gesundheit, Ernährung, Hygiene und Familienplanung durch das Projektpersonal
  5. Training für junge Leute (Schneiderei und Krankenpflege)
  6. Bau eine „Außenstation“ für Projektbegleitung und Trainingskurse

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